Was Ist Freundschaft Essay Format

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung der Freundschaft in der Antike

3. Platons Lysis
3.1 Die verschiedenen Beziehungsarten
3.1.1 Hippothales und Lysis
3.1.2 Lysis und Menexenos
3.1.3 Lysis und seine Eltern
3.1.4 Fazit aus den drei Beispielen
3.2 Der theoretischer Diskurs über Freundschaft
3.2.1 Gleichheit und Ungleichheit
3.2.2 Der Gebrauch von philoi
3.3 Das Modell der Freundschaft
3.3.1 Das erste Geliebte und das Gute
3.3.2 Die Bedeutung des Begehrens

4. Schlussbetrachtung

5. Literatur

Primärliteratur:

Sekundärliteratur:

1. Einleitung

Die Vorstellung eines Lebens ohne Liebe und Freundschaft ist nicht gerades das, was man gemeinhin mit einem glücklichen Leben assoziiert. Das Gefühl, manchen Menschen in besonderer Weise verbunden zu sein, scheint existentiell zum menschlichen Sein dazu zu gehören. Allein wenn man sich die unzähligen Liebeslieder oder -gedichte ansieht, die seit je her verfasst worden sind, wird die Bedeutung der Liebe im menschlichen Leben mehr als deutlich. Aber nicht nur der Partnerschaft zwischen zwei Erwachsenen, auch der familiären Beziehungen zwischen Eltern und Kindern kommt eine existentielle Bedeutung zu und sie wird ebenfalls Liebe genannt. Bei anderen engen Verbindungen zwischen zwei Menschen, die weder familiär noch sexuell bestimmt sind, sprechen wir von Freundschaft. Auch diese wurde immer wieder literarisch verarbeitet, schon bei Homer finden sich Geschichten über Freunde, so z.B. Diomedes und Glaukos oder Achilleus und Patroklos in der Ilias. Freundschaft gehört also schon immer für den Menschen als 'zoon politikon' ebenso wie die Liebe existentiell und untrennbar zu einem glücklichen Leben dazu.

Versucht man heute die Frage zu stellen, was Freundschaft ist, bekommt man sehr unterschiedliche Antworten, denn es gibt natürlich große individuelle Unterschiede im Verständnis von Freundschaft. Als ich bei einem Grillabend in die Runde fragte, was Freundschaft sei, kam es nach anfänglicher Zurückhaltung zu einer lebhaften Diskussion. So zählen für den einen alle aus seinem großen Bekanntenkreis schon als Freunde, andere haben lediglich einen besten Freund, die meisten sagten jedoch von sich, wenige wirklich gute Freunde zu haben und alle anderen nur als Bekannte zu bezeichnen.

Auf meine Frage, was denn Kennzeichen von Freundschaft seien und was einem an einem Freund wichtig sei, kamen aber doch recht ähnliche Antworten. Als absolut unverzichtbar wurde die gegenseitige Sympathie bezeichnet, denn mit jemanden, den man nicht mag, wird man niemals befreundet sein können. Ein sehr großer Stellenwert kam dem Vertrauen zu und der Gewissheit, sich auf den anderen absolut verlassen zu können. Dazu gehörte auch, dass man vom Freund erwartet, dass er einen auch auf Fehler hinweist und absolut ehrlich zu einem ist. Auch in Notsituationen ist es wichtig, einen Freund an der Seite zu haben, der einem hilft und auf den absolut Verlass ist. Die Trennung in Bekannte, mit denen man aus irgendwelchen Nützlichkeitserwägungen heraus Kontakt hat und echten Freunden wurde mehrmals genannt. Als Voraussetzung für den Beginn einer Freundschaft galten besonders ähnliche Interessen, um eine gemeinsame Erlebniswelt zu haben, aber auch eine ähnliche ethische Einstellung.

Diese Alltagserfahrungen, dass man Freundschaften im gemeinsamen Tun erlebt, spiegeln sich auch in der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema. Harald Lemke nennt in seinem Essay über Freundschaft[1] die gemeinsamen Erlebnisse als grundlegend für Freundschaft, wenn er schreibt: „Gemeinsame Aktivitäten verräumlichen und verzeitlichen das aktive Freundsein in konkreten Lebensvollzügen.“[2] Er geht sogar so weit, ein durch das mit guten Freunden geteilte Leben als das „eigentlich gute, wohlvolle Leben“ zu bezeichnen,[3] da sich die Beteiligten „durch Aktivität gemeinsame Welt“ aneignen.[4]

Die genannten Ansprüche an eine Freundschaft zeigen aber auch, dass teilweise sehr hohe Erwartungen an den Freund gestellt werden und immer die Gefahr besteht, dass dieser ihnen nicht gerecht werden kann. Für ein erfülltes und glückliches Leben scheint eine Beschäftigung mit den individuellen Ansprüchen an eine Freundschaft durchaus berechtigt. Aber „die philosophische Relevanz einer Untersuchung über Freundschaft und Liebe liegt ... nicht zuletzt darin, daß wir über Grundlagen unseres Menschseins nachdenken, die noch vor jeder ethischen Reflexion liegen und auf denen die Ethik beruht.“[5]

Um zu verhindern, dass „eine solche philosophisch-systematische Untersuchung der Freundschaft und Liebe ... den jeweils zeitbedingten und kulturellen Einseitigkeiten und Grenzen“[6] erliegt, hebt Lemke hervor, wie wichtig die Beschäftigung mit der Geschichte der Philosophie ist.

In der Antike wurde die Freundschaftsidee ein bisschen anders konzipiert und verstanden als heutzutage, dennoch finden sich natürlich auch einige Überschneidungen. Da Platon in seinem Lysis das Thema Freundschaft behandelt und „eine philosophische Klärung dessen, was Freundschaft ist“[7] versucht, soll dieser Dialog im Folgenden näher untersucht werden und in der Schlussbetrachtung das antike Freundschaftsideal mit unsere heutigen Auffassung von Freundschaft verglichen werden.

2. Die Bedeutung der Freundschaft in der Antike

Unsere heutige Differenzierung zwischen Liebe und Freundschaft darf nicht mit dem antiken Verständnis von philia und eros verwechselt werden. Eine sehr enge Beziehung zweier Menschen gilt bei uns in der Regel als Freundschaft, solange es nicht auch eine sexuelle Seite ihrer Beziehung gibt. M. Bordt vertritt allerdings die Meinung, dass Liebe keineswegs einfach nur Freundschaft verbunden mit Sexualität ist, sondern „durch die Tatsache, daß in einer Liebesbeziehung Sexualität ein integraler Bestandteil ist, wird die Beziehung selbst vielmehr zu einer anderen Art von Beziehungen als es eine Freundschaft ist.“[8] Aber auch besonders enge familiäre Bindungen wie etwa die Beziehungen zu den eigenen Kindern fallen bei uns unter die Bezeichnung Liebe.

Die Griechen trennen die Begriffe anders. Eros bezeichnet das sexuelle Verlangen, die Anziehung, während die philia für unser heutiges Verständnis je nach Kontext mit Freundschaft oder Liebe übersetzt werden muss. In der Antike kommt der philia eine große Bedeutung zu. Ist sie auch selber keine Tugend, erhält sie ihre Wichtigkeit dadurch, dass sie ein Mittel zur Tugend ist und somit zum Lebensziel, der eudaimonia führt. Der Begriff der philia beinhaltet allerdings weniger die emotionalen Aspekte einer Beziehung als vielmehr „Zuverlässigkeit, Loyalität und Treue“[9] und diese Definition trifft sowohl auf das antike Freundschafts- als auch auf das Liebesverständnis zu. Eine philia zwischen Mann und Frau, die wir als Liebe bezeichnen würden, unterscheidet sich von der Freundschaft nur dadurch, dass zur philia der eros hinzukommt, die philia aber ihrer Art nach die selbe bleibt. Allerdings kann der eros die philia verstärken, da eine emotionale Verbundenheit doch stärker zusammenhält als rein rationale Erwägungen. Trotzdem sind diese rationalen Gründe und die Übereinstimmung ethischer Prinzipien die Grundlage für das Zustandekommen einer philia, Sympathie und Emotionen können sie lediglich verstärken, jedoch nicht begründen.

Zu Homers Zeiten zählten zu Freunden eigentlich nur Familienangehörige, bei Platon treten immer mehr die selbst gewählten Freunde in den Vordergrund, zu denen keinerlei verwandtschaftliches Verhältnis mehr bestehen muss. Sowohl zwischen Familienmitgliedern als auch zwischen Freunden kann also philia herrschen. Auch eine päderastische Beziehung zwischen einem älteren Mann und einem Jüngling ist eine Art der philia, allerdings hat hier auch die Sexualität ihren Platz. Der Ältere begehrt den Jüngeren. Noch heute bezeichnet man die sexuelle Orientierung eines Mannes zu Kindern mit dem Begriff pädophil, in dem das Wort philia fortlebt.

3. Platons Lysis

In seinem Dialog Lysis entwickelt Platon die Fragestellung, warum Menschen sich befreunden oder eine Liebesbeziehung eingehen. Ziel dieser ganzen Diskussion ist es, „das Phänomen Freundschaft in allen Aspekten zu verstehen, und das heißt vor allem, den Grund zu verstehen, warum Menschen miteinander befreundet sind.[10] “ Dabei ist der Dialog in mehrere kleinere Dialoge unterteilt und in diesen werden verschiedene Aspekte der philia untersucht. Bordt hebt die besondere Bedeutung der letzten Untersuchung hervor: „wenn wir verstanden haben, was Freundschaft begründet, dann haben wir damit auch eine Antwort auf die anderen im Dialog diskutierten Fragen gefunden. Die Frage, ob erotisches Begehren (eros) Freundschaft konstituieren kann, die Untersuchung darüber, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Menschen Freunde sein können, sind Teil der Gesamtuntersuchung dessen, was Freundschaft ist.“[11]

Die eigentlichen Gesprächsteilnehmer sind neben Sokrates v.a. Hippothales und die beiden Jungen Lysis und Menexenos. Der Text lässt sich in zwei größere Bereiche unterteilen. Das Geschehen vor der Palaistra, also v.a. das Gespräch zwischen Sokrates und dem in den Jungen Lysis verliebten Hippothales gehört genauso zum ersten Teil, wie seine Gespräche mit Lysis und Menexenos über die Elternliebe und ihre Freundschaft. Der erste Teil beschäftigt sich also mit konkreten Beispielen für philia und untersucht Phänomene von Freundschaft anhand der Beziehungen zwischen einzelnen Personen.

Von Lysis im Anschluss an ihr Gespräch gebeten, auch seinem Freund Menexenos eine Lehre zu erteilen, erklärt sich Sokrates zu einem Gespräch bereit. Gegenüber Menexenos gibt er vor, ihn und Lysis sehr um ihre Freundschaft zu beneiden, da er selber nicht einmal wisse, wie man einen Freund gewinne. Daher bittet er ihn um Hilfe.[12] Im Verlauf der Untersuchung wechselt Sokrates dann wieder zu einem Gespräch mit Lysis, der auch der vorhergegangen Argumentation aufmerksam gefolgt war und dem Sokrates eine „philosophische Neigung“ attestiert.[13] Bereits dieser „Zwischenteil“, wie Bordt die beiden Gespräche nennt, stellt eine wichtige Zäsur im Text dar. Nun beginnt der theoretische Teil, den Platon auf einem anspruchsvolleren Niveau stattfinden lässt und in dem das eigentliche Thema, die Bestimmung und Definition von Freundschaft, erst richtig deutlich wird.

Im Gespräch mit den beiden Jungen werden nun alle Bedingungen für die Entstehung von Freundschaft untersucht, doch gelangen die Gesprächsteilnehmer zu keinem Ergebnis, immer scheint keine der Thesen wahr zu sein. Problematisch für eine Interpretation ist also die Tatsache, dass im Dialog sämtliche Untersuchungen über die Freundschaft in einer Aporie enden. Alle Thesen werden verworfen, da sämtliche Untersuchungen in Widersprüchen enden. Nach Bordt bedeutet dieses scheinbare Scheitern aber weder, dass der ganze Dialog an seiner Aufgabe gescheitert sei und er daher nicht von Platon stammen könne, wie einige Kritiker meinen, noch bedeutet er, dass Platon die im Text widerlegten Thesen selber für falsch hält. Aber warum lässt er sie dann widerlegen? Bordt führt hier an, dass es Aufgabe für eine „kritisch-konstruktive Interpretation“ sei, „zwischen einer Widerlegung auf der Ebene des Dialogs und einer Widerlegung auf der Sachebene“[14] zu differenzieren und nennt einige Belege hierfür aus dem Text[15]. Um zu prüfen, ob Platon die Widerlegung einer These oder eines Arguments im Dialog gleichzeitig auch als Widerlegung auf der Sachebene verstanden wissen will, bietet Bordt drei mögliche Kriterien an.: „Erstens: Steht die These, die behauptet oder widerlegt wird, in Übereinstimmung oder im Gegensatz zu dem, was sonst im Dialog behauptet oder widerlegt wird? Zweitens: Steht die These, die behauptet oder widerlegt wird, in Übereinstimmung oder im Gegensatz zu dem, was Platon ohne jede weitere Diskussion über dasselbe Thema in anderen Dialogen schreibt? Drittens: Ist die These oder deren Widerlegung sachlich plausibel?“[16]

Bei der näheren Untersuchung dessen, was Platon genau unter der Idee der philia versteht, scheint es sinnvoll, sich an den von Bordt aufgestellten Leitfragen zu orientieren.

3.1 Die verschiedenen Beziehungsarten

Platon lässt drei konkrete Beziehungen untersuchen: gleich zu Beginn des Dialogs wird die päderastische Beziehung angesprochen, wenn Hippothales von seinem Liebling Lysis schwärmt. Angekommen in der Palaistra, beginnt Sokrates ein kurzes Gespräch mit Menexenos, dem Freund von Lysis, über ihre Freundschaft, das aber recht schnell unterbrochen wird, da Menexenos weggerufen wird. Anschließend diskutiert Sokrates mit Lysis über die Eltern-Kind-Beziehung und Lysis begreift, dass er „noch unverständig“ ist und viel zu lernen hat.[17] Sokrates hat hier gleichzeitig exemplarisch gezeigt, wie man einen Jungen behandeln muss, um sein Vertrauen und seine Achtung zu erwerben und von ihm als potentieller Liebhaber gesehen zu werden.

3.1.1 Hippothales und Lysis

Für unser heutiges Verständnis schwer begreifbar, gehörte die Beziehung zwischen einem Jungen und einem Mann, die auch eine sexuelle Beziehung mit einschloss, zur antiken griechischen Gesellschaft dazu. Versprach der Junge sich eine Art Erziehung im Form von Bildung und sittlicher Reife durch diese Art der Beziehung, bestand der Anreiz des Älteren unter anderem im sexuelles Vergnügen. Dies galt aber nur einseitig, denn von der Seite des Jungen wurde keinerlei erotisches Verlangen gewünscht.

Lysis ist zum Zeitpunkt des Geschehens noch jung, Bordt schätzt ihn und seinen Freund Menexenos auf elf oder zwölf Jahre.[18] Hippothales hingegen ist ein junger Mann. Diese Asymmetrie ist kennzeichnend für eine päderstische Beziehung, die immer zwischen einem erwachsenen Mann, dem Erastes und einem Jungen zwischen sieben und vierzehn Jahren, dem Eromenos, besteht. Sokrates fordert Hippothales auf, ihm von seinem Liebling zu erzählen. Die Art von Sokrates Erkundigung lässt deutlich werden, dass eine Derartige Verliebtheit als völlig normal galt. In der heutigen Zeit ist es undenkbar, dass ein Mann es wagen könnte, auch nur irgendein Interesse sexueller Art an einem Jungen offen zu zeigen, da es gesellschaftlich ein Tabubruch und zudem ein Straftatbestand wäre. Auch wenn diese Änderung des moralisch Erlaubten zu Gunsten des Schutzes von Kindern natürlich enorm wichtig ist, wird die auf die Problematik einer päderastischen Beziehung im Folgenden nicht weiter eingegangen. Für die Untersuchung über die philia reicht es zu wissen, dass eine derartige Beziehung in der griechischen Gesellschaft akzeptiert war und insofern bei einer Untersuchung über die philia nicht ausgelassen werden kann. Platon benutzt das Beispiel des verliebten Hippothales allerdings, um zu zeigen, was an seiner Vorstellung von Liebe, bzw. Freundschaft falsch ist. Man kann sagen, dass Hippothales erfolgloses Werben um Lysis exemplarisch für den missglückten Versuch steht, die Liebe des anderen zu gewinnen.

[...]



[1] Lemke, Harald: Freundschaft – ein philosophischer Essay, Darmstadt, 2000

[2] Ebd, S.167

[3] Ebd, S.160

[4] Ebd, S.161

[5] Ebd, S. 163

[6] Ebd, S.163

[7] Bordt, Michael: Platon – lysis: Übersetzung und Kommentar, S.41

[8] Ebd, S.53

[9] Ebd, S.53

[10] Bordt, S.77

[11] Bordt, S.77

[12] Platon, Lysis, S.20: „Ich aber bin so weit entfernt von diesem Besitz, daß ich nicht einmal weiß, wie einer des anderen Freund wird, aber eben dieses dich fragen möchte, weil du ja erfahren bist.“

[13] Platon, S.22

[14] Bordt, S.67

[15] Bordt, S.68-69

[16] Bordt, S. 165

[17] Platon, S. 18

[18] Bordt, S.112

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Writing an academic essay means fashioning a coherent set of ideas into an argument. Because essays are essentially linear—they offer one idea at a time—they must present their ideas in the order that makes most sense to a reader. Successfully structuring an essay means attending to a reader's logic.

The focus of such an essay predicts its structure. It dictates the information readers need to know and the order in which they need to receive it. Thus your essay's structure is necessarily unique to the main claim you're making. Although there are guidelines for constructing certain classic essay types (e.g., comparative analysis), there are no set formula.

Answering Questions:  The Parts of an Essay

A typical essay contains many different kinds of information, often located in specialized parts or sections. Even short essays perform several different operations: introducing the argument, analyzing data, raising counterarguments, concluding. Introductions and conclusions have fixed places, but other parts don't. Counterargument, for example, may appear within a paragraph, as a free-standing section, as part of the beginning, or before the ending. Background material (historical context or biographical information, a summary of relevant theory or criticism, the definition of a key term) often appears at the beginning of the essay, between the introduction and the first analytical section, but might also appear near the beginning of the specific section to which it's relevant.

It's helpful to think of the different essay sections as answering a series of questions your reader might ask when encountering your thesis. (Readers should have questions. If they don't, your thesis is most likely simply an observation of fact, not an arguable claim.)

"What?"  The first question to anticipate from a reader is "what": What evidence shows that the phenomenon described by your thesis is true? To answer the question you must examine your evidence, thus demonstrating the truth of your claim. This "what" or "demonstration" section comes early in the essay, often directly after the introduction. Since you're essentially reporting what you've observed, this is the part you might have most to say about when you first start writing. But be forewarned: it shouldn't take up much more than a third (often much less) of your finished essay. If it does, the essay will lack balance and may read as mere summary or description.

"How?"  A reader will also want to know whether the claims of the thesis are true in all cases. The corresponding question is "how": How does the thesis stand up to the challenge of a counterargument? How does the introduction of new material—a new way of looking at the evidence, another set of sources—affect the claims you're making? Typically, an essay will include at least one "how" section. (Call it "complication" since you're responding to a reader's complicating questions.) This section usually comes after the "what," but keep in mind that an essay may complicate its argument several times depending on its length, and that counterargument alone may appear just about anywhere in an essay.

"Why?"  Your reader will also want to know what's at stake in your claim: Why does your interpretation of a phenomenon matter to anyone beside you? This question addresses the larger implications of your thesis. It allows your readers to understand your essay within a larger context. In answering "why", your essay explains its own significance. Although you might gesture at this question in your introduction, the fullest answer to it properly belongs at your essay's end. If you leave it out, your readers will experience your essay as unfinished—or, worse, as pointless or insular.

Mapping an Essay

Structuring your essay according to a reader's logic means examining your thesis and anticipating what a reader needs to know, and in what sequence, in order to grasp and be convinced by your argument as it unfolds. The easiest way to do this is to map the essay's ideas via a written narrative. Such an account will give you a preliminary record of your ideas, and will allow you to remind yourself at every turn of the reader's needs in understanding your idea.

Essay maps ask you to predict where your reader will expect background information, counterargument, close analysis of a primary source, or a turn to secondary source material. Essay maps are not concerned with paragraphs so much as with sections of an essay. They anticipate the major argumentative moves you expect your essay to make. Try making your map like this:

  • State your thesis in a sentence or two, then write another sentence saying why it's important to make that claim. Indicate, in other words, what a reader might learn by exploring the claim with you. Here you're anticipating your answer to the "why" question that you'll eventually flesh out in your conclusion.
  • Begin your next sentence like this: "To be convinced by my claim, the first thing a reader needs to know is . . ." Then say why that's the first thing a reader needs to know, and name one or two items of evidence you think will make the case. This will start you off on answering the "what" question. (Alternately, you may find that the first thing your reader needs to know is some background information.)
  • Begin each of the following sentences like this: "The next thing my reader needs to know is . . ."  Once again, say why, and name some evidence. Continue until you've mapped out your essay. 

Your map should naturally take you through some preliminary answers to the basic questions of what, how, and why. It is not a contract, though—the order in which the ideas appear is not a rigid one. Essay maps are flexible; they evolve with your ideas.

Signs of Trouble

A common structural flaw in college essays is the "walk-through" (also labeled "summary" or "description"). Walk-through essays follow the structure of their sources rather than establishing their own. Such essays generally have a descriptive thesis rather than an argumentative one. Be wary of paragraph openers that lead off with "time" words ("first," "next," "after," "then") or "listing" words ("also," "another," "in addition"). Although they don't always signal trouble, these paragraph openers often indicate that an essay's thesis and structure need work: they suggest that the essay simply reproduces the chronology of the source text (in the case of time words: first this happens, then that, and afterwards another thing . . . ) or simply lists example after example ("In addition, the use of color indicates another way that the painting differentiates between good and evil").

Copyright 2000, Elizabeth Abrams, for the Writing Center at Harvard University

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